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Audiovisueller Vortrag über Fibromyalgie von Prof. Bauer - auf DVD !  


Operativer Ausweg aus
der Sackgasse Fibromyalgie

© Fränkische Nachrichten  –  06.12.2003
Von unserem Redaktionsmitglied Harald Fingerhut


Professor Dr. Johann Bauer: "Heilung ist doch möglich" / Verbindung von Schulmedizin mit Erkenntnissen der traditionellen chinesischen Medizin /
Kassen kritisch


Unheilbar. Diese niederschmetternde Diagnose steht am Ende einer nahezu endlosen Odyssee durch die Sprechzimmer verschiedener Fachärzte. Viele Mediziner können nämlich mit den chronischen Schmerzen der Menschen, die bei ihnen Hilfe suchen, nichts anfangen, stempeln sie bisweilen gar als Simulanten oder Hypochonder ab. Und wenn die Leidgeprüften schließlich einen Arzt finden, der ihr Krankheitsbild zuordnen kann, gibt es keine Hoffnung. Denn: In der Schulmedizin gilt, dass an Fibromyalgie (FMS) erkrankte Menschen nicht völlig kuriert werden können. Zwar ist das kein Todesurteil, doch ist ihnen nach dieser Diagnose ein Leben beschieden, das immerzu von chronischen Schmerzen bestimmt sein wird.

Diesem herkömmlichen Ansatz widerspricht seit geraumer Zeit Professor Dr. Dr. Johann Bauer aus München energisch. Er ist überzeugt: "Fibromyalgie ist doch heilbar." Mit einem operativen Eingriff, der Quadrantenschmerz-Intervention, befreit er die Patienten von ihren Qualen. Nach eigenen Studien sind 68 Prozent der von ihm operierten Menschen danach völlig schmerzfrei.

"Es ist wie die Entlassung aus lebenslänglich", beschreiben Sandra E. und Oliver P. aus dem Main-Tauber-Kreis im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten ihr neues Lebensgefühl nach dem Eingriff von Professor Dr. Johann Bauer in München. Die lange vermisste Freiheit von Schmerzen genießen nicht nur die beiden FMS-Patienten, sondern auch ihre Angehörigen. Denn die chronischen Schmerzen geißeln nicht nur die Betroffenen selbst, sondern terrorisieren auch die anderen Familienmitglieder. Doch bis sie schließlich einen Ausweg aus der Sackgasse Fybromyalgie fanden, mussten sie eine lange Wegstrecke zurück legen.

Sandra E., heute 18 Jahre alt, erkrankte vermutlich 1997 an Fibromyalgie. "Jahre lang hatte ich keinerlei Ahnung, woher die Schmerzen kamen", erinnert sie sich. Die Situation spitzte sich immer mehr zu. Die Schmerzen wurden immer schlimmer. Dadurch veränderte sich auch ihr Persönlichkeitsbild, sie war starken Gefühlsschwankungen ausgesetzt. Depressionen stellten sich ein. Nach einem Selbstmordversuch führte ihr Weg in die Psychiatrie. Nach acht Wochen "Antidepressiva-Schlucken" wurde sie auf eigenen Wunsch entlassen: "Die Psychologen konnten mir meine Schmerzen auch nicht wegreden." Danach ließ sie sich vom Arzt Morphium verschreiben und kam damit weitere acht Wochen halbwegs über die Runden. Die Ausbildung hatte sie mittlerweile abgebrochen, da die Fehlzeiten zu lang geworden waren.

Ihre Mutter wollte sich mit der Endgültigkeit der Situation nicht abfinden. Sie forschte weiter und stieß zufällig auf das Buch von Professor Dr. Dr. Johann Bauer, in dem er seinen Therapie-Ansatz beschreibt und Heilung verspricht. Sandra, die sich damals mehr oder weniger aufgegeben hatte, war skeptisch. "Ich wollte mich nur wegen meiner Eltern operieren lassen.

"Ihre Vorbehalte verschwanden, als sie die Praxis betrat. Nach der OP ging es ihr schon etwas besser, nach etwa fünf Wochen war sie nahezu, nach drei Monaten vollkommen schmerzfrei. Mittlerweile nimmt sie kein Morphium mehr und strotzt vor Energie und Lebensfreude.

Bevor Oliver P. zu Dr. Bauer nach München kam, hatte er den für Fibromyalgie-Patienten typischen Ärzte-Marathon hinter sich. Er hatte etwa 15 Mediziner konsultiert. Einige hatten ihn in die Hypochonder-Ecke abgeschoben und dies auch deutlich in ihren Berichten formuliert. Normalerweise sind zwei Drittel der an FMS-Erkrankten Frauen über 45. Oliver P. hingegen war männlich und gerade mal 30 Jahre alt. Er fiel komplett aus dem Raster. Sein Hausarzt hatte glücklicherweise schon mal etwas vom FMS gehört, und lenkte schließlich die Untersuchungen in die richtige Richtung.

Doch damit war der in der IT-Branche Beschäftigte nicht aus dem Schneider. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Mehrmals musste ihn seine Frau von der Arbeit abholen. Nach einigen erfolglosen medikamentösen Therapieversuchen wurde er auf Morphium eingestellt. "Die Dosierung wurde immer weiter erhöht, obgleich die Schmerzlinderung nur etwa 30 Prozent betrug", erinnert sich Oliver P. Eine Rheuma-Kur und weitere Schmerztherapien brachten ebenfalls keinen Erfolg. Der als Simulant abgestempelte Oliver P. war an einer sehr schweren Form der Fibromyalgie erkrankt. Dies ergab die Untersuchung mittels Tender-Points. 18 solcher Punkte gibt es über den gesamten Körper verteilt. Auf Druck reagieren sie mit überproportionalem Schmerz. Als an FMS erkrankt gilt derjenige, bei dem elf Punkte überempfindlich reagieren. Bei Oliver P. waren es 16.

Und genau mit diesen Tender-Points hängt auch der Therapie-Ansatz von Dr. Bauer zusammen. "Als die Kriterien für die Diagnose Fibromyalgie aufgestellt wurden, fiel mir sofort auf, dass die 18 Tenderpoints Areale waren, die Akupunkturpunkten der traditionellen chinesischen Medizin entsprachen." Ihm sei aufgrund seiner beruflichen Vorgeschichte "wie von selbst ins Auge gefallen, dass die 18 Tenderpoints nur ein Remake alten Wissens" waren. Bauer hatte nach dem Staatsexamen in Medizin Kurse in Akupunkturmedizin belegt und sich in der Hand-, Fuß- und peripheren Neurochirurgie an der Chirurgischen Universitätsklinik in München weitergebildet. Dort hatte er sowohl mit Rheumapatienten als auch mit Schmerzpatienten mit Weichteilrheuma zu tun. Die verklebten Akupunkturpunkte seien analog zu den Tenderpoints auf Daumendruck viel schmerzhafter als die nicht verklebten.

Es habe sich gezeigt, dass es Schaltkästen an beiden Unterarmen und an beiden Innenknöcheln gibt, die den entsprechenden Körperquadranten beherrschen. Welcher Schaltkasten repariert werden muss, ermittelt Bauer durch ausführliche Befragung der Patienten nach ihrer Krankengeschichte. Die Fibromyalgie hat ihren Ursprung in einer Körperregion schon weit vor ihrer Diagnose, beispielsweise linker oder rechter Arm. Habe man diesen Ausgangspunkt herauskristallisiert, lasse sich zusammen mit der Akupressur der Tenderpoints herausfiltern, welcher Quadrant verklebt sei und gesäubert werden müsse.

Bei der Quadrantenschmerz-Intervention wird von einem einzigen Hautschnitt aus operiert, so Bauer. Von ihm aus ließen sich sechs bis acht Durchtrittsstellen samt zugehöriger Kanäle "putzen". Ihr Inhalt, die anatomische Trias, Arterie, Vene, Nerv, wird von narbenartigen Belägen und somit der Patient von seinen Schmerzen befreit.Das medizinische Establishment hegt an der Erfolgsgeschichte von Dr. Bauer jedoch erhebliche Zweifel: "Die Mehrzahl der Mediziner kann einer Darstellung operativer Behandlung von Schmerzsyndromen nicht uneingeschränkt folgen", kritisiert Dr. Günter Schröpfer vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Baden-Württemberg Dr. Bauer. Die Fibromyalgie habe keine organischen Ursachen, also könne auch ein organischer Ansatz keine kausale Wirkung entfalten. "Da geht einer kühn vor", meint Schröpfer. Einfache Therapieansätze zur Beeinflussung der chronischen Schmerzen seien nicht denkbar. Hier griffen nur multimodale Konzepte. Schröpfer geht bei den Heilungserfolgen von Dr. Bauer eher von einer Art Placebo-Effekt aus.

Dr. Martin Krumbeck von der Schmerzklinik in Bad Mergentheim, in der FMS-Patienten behandelt werden, würde dies nicht stören. "Sollte die Erfolgsquote von knapp unter 70 Prozent wirklich stimmen, wäre dies eine Revolution bei der Behandlung von FMS und ich würde meine Patienten sofort hinschicken." Noch geht Krumbeck aber davon aus, dass FMS nicht heilbar ist und die Schmerzen durch multimodale Therapien lediglich gelindert werden können. "Unser Bestreben ist es, den Patienten durch umfangreiche und verschiedene Therapien die Möglichkeit zu geben, mit der Krankheit zu leben." Von der Quadrantenschmerz-Intervention habe er noch nichts gehört, sie tauche in der Fachliteratur einfach nicht auf. Aber er wollte den Ansatz von Dr. Bauer nicht als Scharlatanerie abwerten. Er forderte jedoch, genau wie Schröpfer, unabhängige Studien. Die Behandlung könnte beispielsweise auch in bestimmten Zentren angeboten werden, an denen auch geforscht wird. Auch müssten seiner Meinung nach die Krankenkassen ein vitales Interesse haben, diese Behandlung zu fördern. Denn sie verursache wesentlich geringere Kosten als die Therapien und Kuren. Aber: "Die operative Behandlung von FMS geschieht nicht Routine mäßig, vielmehr handelt es sich um eine Außenseitermethode, das heißt, es liegt keine übereinstimmende Einschätzung vor, und so lange dies so ist, sind die Kassen nicht leistungspflichtig", so Schröpfer.

Oliver P. musste deshalb seine Operation bei Dr. Bauer auch aus eigener Tasche bezahlen, "Ich bin glücklicherweise in der Lage, die rund 2500 Euro zu bezahlen, aber es gibt andere, die das nicht können", prangert Oliver P. die Schwerfälligkeit des medizinischen Apparates an. Schließlich würden viele FMS-Patienten durch ihre Krankheit einen sozialen Abstieg hinnehmen müssen und hätten dadurch nur wenig Geld zur Verfügung. Verärgert sind beide aber auch, weil die Schulmedizin und die bekannten Ansprechpartner Dr. Bauer ignorieren oder ihn als "Hinterhof-Mediziner" abstempeln. "Als ich bei der Deutschen Fibromyalgie-Gesellschaft in Seckach angerufen habe, erklärte man mir, dass die Operation von Dr. Bauer nicht helfe, sondern lediglich eine lange hässliche Narbe zurück bleibe", meinte Sandra E..

Margarethe Röther von der Deutschen Fibromyalgie-Gesellschaft mit Sitz in Seckach meint dazu:"Die Methode von Dr. Johannes Bauer ist nirgends wissenschaftlich belegt." Und so lange dies nicht der Fall ist, werde sie Ratsuchenden herkömmliche Therapien empfehlen. "Dr. Bauer kann ich momentan als Beratungsmöglichkeit nicht gutheißen." Für sie stehe im Vordergrund, dass die Patienten ihre Krankheit akzeptieren und lernen damit zu leben.

Liselotte Matauscheck von der FMS-Patientenhilfe mit Sitz in Würzburg hingegen ist überzeugt: "Profesor Dr. Bauer ist Nobelpreis verdächtig." Es sei eine geniale Entdeckung ähnlich wie die Endoskopie. Die ehemalige OP-Schwester assistiert mittlerweile bei Dr. Bauers Operationen in München und Klagenfurt. "Honorarströme müssten umgeleitet werden, deshalb weiß man nichts und will auch nichts wissen", erhebt sie schwere Vorwürfe gegenüber der Schulmedizin. "Es gibt zahlreiche Patienten, die nach der OP beschwerdefrei sind, da beißt die Maus keinen Faden ab."Weitere Infos zur Quadrantenschmerz-Intervention gibt es bei der FMS-Patientenhilfe Deutschland, Würzburg.

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Prof. Dr. Dr. med. Johann Bauer
Falkenweg 1, CH-6340 Baar (ZG), Schweiz
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