Neuerscheinung Fibromyalgie
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Audiovisueller Vortrag über Fibromyalgie von Prof. Bauer - auf DVD !  


Interview in der Fachzeitschrift
“Der Kassenarzt”, Heft: 1/03

Fibromyalgie-Patienten
Rausschmeißen oder erfolgreich behandeln?
MÜNCHEN - HV
Professor Dr. Dr. med. Johann A. Bauer ist in München und Klagenfurt tätig. Bis 1982 arbeitete er als Chirurg an der Universitätsklinik München. Seit seiner Niederlassung 1989 umfassen seine Forschungsgebiete die Sonographie der Haut, die Theorie der Entzündung, die Neurinom-Therapie durch Kurzschlussanastomosen, die Anatomie der Akupunkturpunkte und die Fibromyalgie.

Für den „Kassenarzt“ befragte ihn Helga Vollmer zu der von ihm neu entwickelten Therapie der Fibromyalgie (FMS).


KASSENARZT:
Bei einem Schmerz-Symposium sagte kürzlich ein Orthopäde: „Wenn ein Patient mit Fibromyalgie in Ihre Praxis kommt, schmeißen Sie ihn sofort raus oder besser noch, schicken Sie ihn in die Psychiatrie!“ Zu Ihnen kommen Patienten aus ganz Europa und Sie behandeln sie mit Erfolg. Was machen Sie?
Bauer: Ich sehe mir den Menschen an, ich höre ihm genau zu und ich fasse sie an. Ich nehme ihn ernst, denn ich weiß, dass er Schmerzen hat.

KASSENARZT: Fibromyalgie ist also keine "Modeerscheinung?“
Bauer: Im Gegenteil: Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) ist weit verbreitet, fast schon eine „Volkskrankheit“. Allein in Deutschland leiden daran rund 1,6 Millionen Menschen, 2/3 davon sind Frauen, doch auch Kinder ab dem 6. bis 8. Lebensjahr. Kennzeichen des FMS ist die Schmerzvielfalt. Es ist eine Kombination von Symptomenkomplexen mit dem Hauptsymptom generalisierter Muskelschmerz sowie zahlreichen funktionellen, vegetativen und psychischen Störungen. An den großen Nervenbahnen lässt sich der Schmerz per EMG messen, nicht aber an den feinen Nerven.

KASSENARZT: Wie oder wodurch entstehen diese Schmerzen?
Bauer: Wie er zustande kommt, weiß man nicht genau. Unter anderem ist bei FMS wahrscheinlich die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung gestört. FMS ist eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, die zweithäufigste Erkrankung von Patienten, die einen Rheumatologen aufsuchen und einer der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit und frühe Verrentung. Da bei dem "Chamäleon" FMS Symptome und Anzeichen von mindestens 30 anderen Krankheiten nachgeahmt werden können, ist die Diagnose so kompliziert und viele Ärzte mit der Therapie verunsichert oder gar überfordert. Die schmerzgeplagten Patienten laufen vergeblich von Arzt zu Arzt oder werden als "eingebildete Kranke" abgehandelt.

KASSENARZT: Wie stellen Sie nun die Diagnose FMS?
Bauer: Mit Ananmese und Tender-Pointe-Untersuchung. Röntgen und Labortests sind in der Regel ohne Besonderheiten. Wenn man sich mit der Schmerzvielfalt beschäftigt, versteht man, warum der Schmerz im Körper wechselt, auch wenn man die Ursache nicht kennt. Tender-Points sind bei FMS definierte, druckschmerzhafte Körperstellen - bei FMS sind mindestens 11 von 18 druckschmerzhaft -, die nicht mit den sog. Trigger-Points verwechselt werden dürfen. Der Druck auf die Tender-Points, von denen es noch weitaus mehr als 18 gibt, wird nur von FMS-Patienten, nicht aber von Gesunden als Schmerz empfinden, was auf die veränderte Schmerzempfindung hinweist - und darauf, dass sich FMS-Patienten ihre Schmerzen nicht "einbilden", sondern für sie selbst geringste Reize massiv schmerzhaft sind.

KASSENARZT: FMS-Patienten aus allen Regionen suchen Sie auf, weil Sie in der Therapie der FMS eine Erfolgsquote von rund 90 Prozent aufweisen. Was machen Sie?
Bauer: Zu mir kommen vor allem die verzweifelten, weil austherapierten Patienten. Bei Versagen aller konservativer Methoden gehe ich operativ vor: Akupressurdiagnostik und Quadrantenschmerz-Intervention. Der Körper wird in zwei obere und zwei untere Quadranten eingeteilt. Im Verlauf der Ananmese - die bis zu 1,5 Stunden dauert - schildert der Patient, in welchem Quadranten erstmals Schmerzen auftraten. Erfahrungen haben gezeigt, dass FMS in einem Quadranten beginnt und sich spiegelbildlich ausbreitet. Dann werden die für den Quadranten entsprechenden Akupunktur-Punkte - z. B. für Schmerzen in den beiden oberen Quadranten die des Dickdarm- und des Lungenmeridians - gesucht. Die so genannten Akupunktur-Punkte sind eigentlich Akupunktur-Löcher, aus denen Gefäßnervenbündel austreten. Verkleben sie, entstehen rheumaartige Beschwerden. Von einem einzigen Hautschnitt aus können die entsprechenden Akupunkturlöcher gereinigt und geweitet werden. Verblüffend dabei ist, dass z. B. ein Patient mit Rückenschmerzen durch einen Eingriff am Innenknöchel beschwerdefrei wird. Bei ca. 70 Prozent der Patienten genügt eine Operation, 20 Prozent benötigen ein Jahr später eine zweite Operation.

KASSENARZT: Herr Professor Bauer, vielen Dank für die interessanten Informationen.

Weitere Quellen (englisch):
A NEW METHOD FOR DIAGNOSIS AND THERAPY
OF FIBROMYALGIA SYNDROME (FMS)
Presentation 19. August 2002, San Diego, California, Convention Center

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Prof. Dr. Dr. med. Johann Bauer
Falkenweg 1, CH-6340 Baar (ZG), Schweiz
 Admin: +41 (0)41 763 16 60  www.fms-bauer.com

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