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Zehnjahresstatistik 1990 - 2000 Ein neuer Denkansatz in Sachen Fibromyalgie |
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Diese Statistik ist auch als Poster zum Download (264 KB) verfügbar.
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Fibromyalgie-Symptome
Schmerzen Die fibromyalgischen Schmerzen sind grenzenlos. Grenzenlos in ihrer Intensität, grenzenlos in
ihrer Ausbreitung. Sie können Dauerschmerzen sein, sie können aber auch hinsichtlich Körperabschnitt, Stärke, Dauer und Häufigkeit wechseln, ein "Alles tut weh-Syndrom" sein, aber auch Wanderschmerzen.
Die Patienten
beschreiben sie als tiefen Muskelschmerz, Brennen, Krampfen, Einschießen als Messerstich, als steckendes Messer. Sehr oft sind Schmerzen und Steifigkeit am Morgen schlimmer, oft belastete Muskelgruppen schmerzen intensiver.
An den
Kiefergelenken können Schmerzen auftreten, die sich bis zu stärksten Gesichtsschmerzen steigern können, Kieferhöhlen- und Zahnprobleme können hinzutreten. Oft werden die Zähne gezogen und der Patient klagt über Phantomschmerzen im Bereich der
nicht mehr vorhandenen Zähne.
Weitere häufige Symptome sind: Schmerzen bei der Regelblutung, Reizblase, Schmerzen in der Brustdrüse, Thoraxschmerzen, Herzsensationen/Herzneurose.
Ermüdung Die Patienten beschreiben die Ermüdung unterschiedlich. Die einen sind körperlich zerschlagen, die anderen geistig erschöpft, konzentrationsschwach. Die ganze Energie ist wie Eis geschmolzen und abgeflossen. Manche
beschreiben eine bleierne Gliederschwere, die jede Kraft raubt.
Schlafstörungen Die Patienten haben in der Regel keine Einschlafstörungen. Der Schlaf selbst ist jedoch gestört, so als würden die Schmerzen die Patienten aus
dem tiefen Schlaf wecken. Schlafapnoe trifft gehäuft auf ebenso Muskelzittern und Muskelzuckungen im Schlaf (unkontrollierte Arm- und Beinbewegungen bis hin zum restless legs Syndrom), Zähneknirschen. Das Schlafmuster ist ganz anders als das
von depressiven Patienten.
Reizdarm 20 bis 40% der Patienten leiden an Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfällen, Blähbauch und Übelkeit, manchmal scheinen die Schmerzen von innen "vorn und hinten am Rippenbogen
aufgehängt" zu sein, oder von der Gallenblase auszugehen.
Kopfschmerzen Hinterkopfschmerzen, Tinnitus, Lidödeme, seit der Kindheit bestehende Migräne begleiten die Schmerzattacken.
Neurologische Symptome
Taubes und prickelndes Gefühl an den Extremitäten, überempfindliche Hautbereiche, Schwellungszustände von Händen und Füßen, Störung der Geschicklichkeit und des Gangbildes werden angegeben, von den Neurologen werden jedoch keine krankhaften
Veränderungen gefunden.
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Fibromyalgie-Fehldiagnosen
Diagnosen, die häufig anstelle der Diagnose Fibromyalgie gestellt werden, sind: Schulterarthrose, HWS/BWS/LWS-Syndrom, Rückenleiden,
vorgewölbte Bandscheiben ("noch" nicht OP bedürftig weil keine "echten" Bandscheibenvorfälle), ISG-Arthrose, Facettensyndrom, Hüft- und Kniegelenksarthrose. Trochanterodynie, Achillodynie, Fersensporn, Senkspreizfuß. Aber
auch Osteoporose und Multiple Sklerose!
Die von den Patienten am meisten gehasste und gefürchtetste Diagnose ist die "somatoforme Störung", weil diese in der Umgangssprache der Patienten und insbesondere seines Umfeldes
übersetzt wird: "Alles Psyche!" und die Patienten Demütigungen am laufenden Band aussetzt. Dabei ist die Depression als reaktive Neurose auf die Schmerzen aufzufassen, nicht deren Ursache.
Fibromyalgie-Fehlbehandlungen
Mehrfache Eingriffe an Bandscheiben, Verblockung von Wirbeln und Verschraubung von Gleitwirbeln, Teilresektionen von gesundem Brustbein, Endoprothesen (Hüfte, Knie, Schulter), Arthroskopien, Schmerzpumpen, Stellatumblockaden,
Botulismus-Injektionen, Kortison.
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Fibromyalgie - Ursache
Allgemein gilt folgende Einstellung der Ärzte: Pathogenese unklar, Diagnose schwierig, Behandlung symptomatisch. Die Fibromyalgie ist unheilbar.
Erstmalig eröffnet die Erkenntnis, dass bei der Fibromyalgie die als Akupunkturlöcher erkannten Akupunkturpunkte verkleben, neue Wege, sowohl bezüglich der Treffsicherheit der Diagnostik, als auch bezüglich der ursächlichen Behandlung.
Infolge körperlichen und/oder psychischen Stresses wird Eiweiß ausgeschwitzt, das vor Ort gerinnt und die Löcher verklebt.
Die verklebten Löcher können chirurgisch so freigelöst werden, dass sie möglichst nicht wieder verkleben.
Aufgetretene Spannungen in den Faserbündeln können beseitigt werden, Entlastungsschnitte sind sinnvoll, kurzum, die Feinheiten der Handchirurgie und peripheren Nervenchirurgie inklusive der mikrochirurgischen Techniken sind nötig. Die
Erkenntnis, dass es regelrechte "Schaltkasten der Meridiane" an Arm und Fuß gibt, ermöglicht die Operation, bei der von einem Schnitt aus die 6-8 Akupunkturpunkte aufgesucht werden, die einen Quadranten beherrschen.
Die
Stress-Theorie deckt mühelos alle bekannten Faktoren ab, die eine bestehende Fibromyalgie verschlimmern oder eine latente zum Ausbruch kommen lassen können. Wetter, Luftzug, Kälte, zu scharfes Training, Hausbau, Renovieren, hormonelle
Veränderungen, Schicksalsschläge und Psychostress. Aber auch Erkrankungen, Infektionen durch Viren, Bakterien, Verletzungen, echtes Rheuma, Lupus, Schilddrüsenerkrankungen. Viele Faktoren, aber nur ein Mechanismus!
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Fibromyalgie - Diagnostik
In der Regel sind Laboruntersuchungen "oB" d.h. "ohne Besonderheiten", insbesondere können
keine Veränderungen nachgewiesen werden, wie sie beim klassischen Rheuma, der Chronischen Polyarthritis (CP), gefunden werden. Diese richtige und wichtige Tatsache führt dazu, dass im Gegensatz zum echten Rheuma, vereinfachend vom
"Falschen Rheuma" gesprochen wird. Während beim
echten Rheuma Kortison angewendet werden muß, darf laut den amerikanischen Rheumatologen bei Fibromyalgie Kortison nicht eingesetzt werden. 1990 wurde von den amerikanischen Rheumatologen die multi-center-criteria-study veröffentlicht, in der die klinischen und Untersuchungskriterien festgelegt werden. Die Patienten müssen mindestens seit 3 Monaten Schmerzen haben und mindestens 11 von 18 festgelegten Stellen am Körper aufweisen, die auf Druck schmerzen.
Der Arzt drückt mit dem Daumen oder dem Zeigefinger, für Studienzwecke werden Apparate eingesetzt, die einen genau definierbaren Druck pro Quadratzentimeter ausüben. Die auf Druck schmerzenden Stellen werden "tender points"
genannt und sind nicht mit den triggerpoints des Myofaszialen Schmerzes zu verwechseln, die von selbst schmerzen und auf Druck an einer anderen Körperstelle Schmerz verursachen können - man nennt dies Fernwirkung, "referred pain",
vergleichbar mit der Fernwirkung von Akupunkturpunkten.
Gerade die Ähnlichkeiten, die zu den genannten Verwechslungsmöglichkeiten führten, wurden von Bauer und Heine (1,2) als Denkanstoß wahrgenommen, die Gemeinsamkeiten zu
erforschen. Es hatte sich bereits gezeigt, dass die Triggerpunkte gemäß der Arbeiten der Gruppe um Meltack in 71% mit den Akupunkturpunkten übereinstimmen (3), die Akupunkturpunkte laut Heine (4) ihrerseits in 82% der Fälle mit anatomisch
definierbaren Gefäßnervenbündelchen übereinstimmen, so dass die Akupunkturpunkte als Akupunkturlöcher erkannt und bezeichnet werden konnten, aus denen die genannten Gefäßnervenbündelchen durchtreten.
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Bei Betrachtung der 18 Tender Points war aufgefallen, dass auch sie mit bekannten Akupunkturpunkten übereinstimmten. Dies war der Anlass, bei hand- und fußchirurgischen Operationen nach solchen Löchern Ausschau zu
halten, die der Lage nach mit Akupunkturpunkten übereinstimmten. Es wurden an den Extremitäten solche gefunden, es konnte festgestellt werden, dass in ganz bestimmten Arealen 6 bis 8 solche Löcher gehäuft verklebt waren, und zwar gerade bei
Patienten, die OP-unabhängig über wandernde Schmerzen geklagt hatten.
Somit war die Akupressurdiagnostik geboren. Bei deren Durchführung geht man genau so vor wie bei der Suche nach schmerzhaften "tender points", mit dem
Unterschied, dass alle Punkte des Dickdarm-, Lungen und Perikardmeridianes abgetastet werden, alle Punkte des Nieren-, Blasen, Gallenblasenmeridianes und anderer Meridiane untersucht werden Die übergroße Anzahl an Punkten ermöglicht eine viel
genauere Diagnostik, als es mit den 18 tenderpoints möglich ist.
Es konnte gezeigt werden, dass die Fibromyalgie sehr oft an einem Quadranten beginnt und erst im Laufe eines Jahrzehntes das Vollbild entfaltet, das als generalisierte
Fibromyalgie bezeichnet wird und das manche amerikanische Rheumatologen meinen, wenn sie fordern, die Patienten müßten an allen vier Quadranten Schmerzen aufweisen. Die Fibromyalgie beginnt z.B.
bei einem jungen Mädchen, wenn es in die Lehre geht und wird als Sehnenscheidenentzündung verkannt. Jahre später tun Schulter, Nacken, Hinterkopf weh, noch später auch die Gegenseite oder das Bein der gleichen Seite. Kreuzschmerzen treten hinzu, besonders während oder noch einer Schwangerschaft. Zuletzt, nach 5, 10 oder mehr Jahren "tut alles weh": Stadium 1 war in diesem Beispiel der Befall des einen oberen Quadranten, Stadium 2 der Befall eines/der Nachbarquadranten, Stadium 3 ist das Vollbild, die generalisierte Fibromyalgie.
Die Fibromyalgie kann mit Hilfe der Akupunkturdiagnostik bewiesen werden und ist ab sofort nicht mehr eine Verlegenheitsdiagnose.
Statistik (grafische Darstellung)
Prof. Dr. Dr. med. Johann Bauer apl. Professor für Fachgebiet Chirurgie an der Ludwig-Maximilians-Universität, München
Postadressen für
Österreich: Jessernigstrasse 4, A-9020 Klagenfurt Telefon: 0043 (0) 463 514 270 Deutschland: Gaiglstrasse 25, D-80335 München Telefon: 0049 (0) 89 9570 010 E-Mail: office@FMS-Bauer.com
Internet: www.FMS-Bauer.com
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